Leben wie im Spiegel – das Spiegelbild für die Wirklichkeit halten

Copyrights 2008 Ko-Sen

Vom Aufwachen am Morgen bis zum Einschlafen nachts ist das Sein wie eine Art Dauerfilmvorführung. Man hat sich daran gewöhnt. Und wenn die Leinwand gerade einmal weiß ist, eine Pause entsteht, wie wenn jemand eine neue DVD nachladen muss, dann empfinden wir das als störend. Und flugs wird das Radio angeschaltet oder man nutzt das „Loch,“ um etwa jemanden anzurufen und ihn zu fragen, wie es ihm geht. Dieser für das Informationszeitalter typische Lebensstil signalisiert Freiheit, Vitalität, Aktivität, Leben. In Begriffen spiritueller Alchemie ist es jedoch das Gegenteil: Bindung, Zwanghaftigkeit, Abhängigkeit, Tod. Demnach führen wir ein Leben wie im Spiegel. Alles ist genau verkehrt herum. Und niemand bemerkt es. Weiterlesen

Jugendgewalt liegt in der Luft – wieso ausgerechnet jetzt?

Vermutlich waren es Jugendliche, die zu Ostern bei Oldenburg aus einer Gruppe heraus einen Holzklotz auf die Autobahn warfen, und dadurch eine junge Frau vor den Augen ihrer Familie töteten. Es sind JUNGE Männer, die im Nahen Osten und anderswo zu Selbstmordattentätern werden. Und auch die plötzlich ausgebrochene Gewalt in und um Tibet nährt sich vor allem vom Zorn JUNGER Tibeter, die – obwohl teilweise im Westen in integrierten Familien geboren – plötzlich Steine werfen, trotz ihres Bekenntnisses zum – Gewalt ablehnenden – Buddhismus.

Copyrights 2008 Ko-SenJugendgewalt ist allgegenwärtig. Bild: Ko-Sen

Jugendgewalt liegt irgendwie in der Luft. Das haben nicht nur die jüngsten Übergriffe in der nächtlichen Münchener U-Bahn gezeigt. Auch im Alltag an den Schulen ist verbale und körperliche Gewalt allgegenwärtig. Warum ausgerechnet JETZT? Wie damit umgehen? Die Psychotherapeutin Heike Hoyer hat in der Zeitschrift ASTROLOGIE HEUTE Jugendkriminalität von „höherer Warte“ aus, nämlich aus astrologischer Sicht, untersucht – und unterbreitet, vom selben Standort aus, mögliche Ansätze, damit rational und emotional umzugehen. Nachfolgend der Artikel mit freundlicher Genehmigung von Zeitschrift und Autorin. (Redaktion) Weiterlesen

Thema verfehlt: Zeitung verwechselt After-Esoterik mit Esoterik

teaser_rafael.jpgEsoterik pur: Detail mit Py-
thagoras aus der SCHULE DER
ATHENER von Raffaello Sanzio,
1509.
Abb.: Public domain

Die Süddeutsche Zeitung hat am Wochenende auf der ansonsten für guten Journalismus berühmten SEITE DREI einen besonderen Klischeeeintopf angerührt und aufgekocht. Der Journalist Birk Meinhardt be­suchte dazu nach eigenen Anga­ben eine Esoterikmesse, bewegte viele Mails und hat in mindestens zwei Gasthöfen Stammtisch- Ergüsse mitgeschrieben. Das reichte ihm, um sich selbst zu bestätigen, was er offenbar schon erwartet hatte: Esoterik ist dubios und neigt zu rechtsradikalem Gedankengut. Vielleicht sollte Meinhardt (noch) einmal das gerade erschienene Buch über die Erfolgsgeschichte der SEITE DREI lesen. Dann hätte er vielleicht dem erhabenen Format und dem Leser seinen unsachlichen und lausig recherchierten Schreibversuch erspart. Dennoch reflektiert der Bericht Phänomene, die für den Sucher beachtenswert sind. Weiterlesen

Suizid-Serie unter Jugendlichen – Folge eines abergläubischen Menschenbildes

In Wales haben sie sich in Internet-Foren verabredet. Und dann einzeln oder in kleinen Gruppen umgebracht. Erhängt, erschossen, das Auto gegen einen Baum gelenkt. Das TV-Magazin REPORT berichtete diese Woche über die rätselhafte Selbstmord-Serie unter britischen Jungendlichen.

xl_grabstein.jpgJugendliche Selbstmörder sind Opfer eines abergläubischen Menschenbildes. Bild: Ko-Sen

Und zeigte, dass es auch in Deutschland unter jungen Leuten zunehmend Fälle verabredeten Selbstmordes gibt. Im letzten Jahr mit über 150 Toten. Eltern, Erzieher und Polizei sind weitgehend ratlos. Man setzt auf Aufklärung, suggeriert, dass Probleme lösbar wären. Doch die Kids töten sich kaum als Flucht vor Problemen. Sie beenden mit einem finalen Kick das, was ihnen generell leer und sinnlos erscheint. Verantwortlich dafür ist ein unlogisches, von einem abergläubischen Dogma geprägtes Menschenbild. Weiterlesen

Erprobte Werkzeuge allein führen nicht zum Ziel

Autorisierte Übertragung aus dem Englischen

Nehmen wir an, ein Sucher hat bereits viele Jahre mit Nachdenken, Lesen, Diskutieren und dem Treffen von Lehrern verbracht. Möglicherweise hat er dabei sogar Menschen getroffen, von denen er annimmt, sie hätten das Ziel bereits erreicht.

ZugvögelDem Heimatinstinkt vertrauen führt ans Ziel (Bild: Trinosophie-Blog)

Vermutlich hat er sich dabei der einen oder anderen spirituellen Übung verschrieben. Alles zusammen hatte seine Auswirkungen auf ihn. Weiterlesen

Waldorfschulen: Rudolf Steiner soll abgeschrieben haben

Hessen ist bei Aussteigern aus Waldorfschulen ein Geheim­tipp. Wer feststellt, dass sein Kind im besten Lernalter mit Geige spielen, Holzhütten bauen oder Gewänder schneidern nicht wirklich „fit für das Leben“ in einer Informationsgesellschaft wird, hat in einigen Bundesländern mit Problemen zu kämpfen. Die Rückkehr ins Schulsystem ist an Fristen und Bedingungen geknüpft. Wer die nicht erfüllt hat Pech.

xl_gemuese.jpgMit Steiner-Magie angebautes Demeter-Gemüse ist beliebt
(Bild: Trinosophie-Blog)

Hessen jedoch macht einen Übertritt einfach möglich. Wer eine hessische Oma besitzt oder sich vorübergehend einen zweiten Wohnsitz leisten kann hat Glück. Denn der Jugendliche muss lediglich hier wohnen. Nach der Wieder-Einschulung ist noch ein Schuljahresabschluss zu erreichen. Gelingt der, zieht man wieder zurück und kann jetzt daheim ohne Hinderung eine Realschule oder ein Gymnasium besuchen. Weiterlesen

Superstition (Aberglauben) reloaded!

teaser_priester.jpgDom zu Augsburg, Bischofssitz
(Foto: Pixelio.de)

Die hessische Bildungsministerin Karin Wolff und der Augsburger Bischof Walter Mixa haben nicht viel gemeinsam. Mixas Chef, der Papst, hat den evangelischen Kirchen – einer gehört Wolff an – gerade grundsätzlich den Kirchenstatus abgesprochen. Und Wolff, obwohl von den Evangelikalen Deutschlands als Politikerin des Jahres gekürt, hat sich als Lesbe geoutet. Was sie eigentlich SOWOHL bei den Evangelikalen als bei den Katholiken zur Unperson macht. Dennoch haben beide Eines gemeinsam. Sie treten massiv für die Propagierung einer Weltsicht ein, wie sie etwa VOR Galileo Galilei, also vor 1600, vorherrschend war. Weiterlesen

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