Entwicklung der Menschheit – eine spätchristliche Utopie

Allgemein nehmen wir an, die Menschheit würde sich entwickeln. Und fahren wir nicht tatsächlich heute Autos, die sicherheitstechnisch und aus ökologischer Sicht unendlich von den Vehikeln entfernt sind, die – sagen wir mal – in den 1920-er Jahren gebaut wurden? Das entspricht den Tatsachen – und doch täuscht der Eindruck. Während die massenhafte Technisierung gleichzeitig technikfeindliche Bedingungen auf der Erde schafft – Abgase und Emissionen lassen das Klima erwärmen, Profitgier führt zum Veröden ganzer Landschaften, irgendwann geht der Technik schlicht der Saft aus – bleibt der Mensch, seinem Wesen nach wie er immer schon war.

Verfallene Industrieanlagen © Kô-Sen 2009Zeugnis von Werden und Vergehen: Vor sich hin rostende Industrieanlage. (*)

Eine Entwicklung der Menschheit gibt es nicht. Wird eine Errungenschaft als Entwicklung gefeiert wird, ist es nur eine Frage der Zeit, dass sie – sisyphosgleich – durch plötzlich entdeckte Risiken und Nebenwirkungen relativiert wenn nicht gar in Frage gestellt wird. Das war so und wird naturgesetzlich so bleiben. Wer anderes behauptet, fällt einer spät-christlichen Utopie zum Opfer. Das meint zumindest der englische Philosoph John Gray. Weiterlesen

Das ICH – schwarzes Loch oder Lichtquelle?

Schwarze Löcher sind Zentren sich stets weiter verdichtender Materie. Sogartig saugen sie alles Stoffliche um sich herum in sich auf. Selbst das Licht – halb Stoff, halb Schwingung – wird von seiner Bahn abgelenkt, kommt es einem schwarzen Loch zu nahe, und droht darin zu versinken. Die zunehmende Verdichtung führt schließlich zur Selbstzerstörung.

Evolvierendes Licht © Kô-SenEvolvierendes Licht. (*)

Der gigantische Zerstörungsprozess ist, obwohl messbar vorhanden, doch unsichtbar. Nur an den Folgen, etwa Störungen der Planetenbahnen, ist die Existenz eines schwarzen Lochs nachweisbar. Sind nicht auch wir schwärzen Löchern ähnlich, wenn das ICH-ZENTRIERTE Ego dieses und jenes begehrlich für sich fordert? Umgekehrt heißt es in den Weisheitslehren, aus dem Menschen würde das EINE göttliche Licht strahlen. Was stimmt nun? Weiterlesen

Liebe – Zahlungsmittel für göttliche Nachsicht?

Jeden Moment stehen wir zwischen den beiden Polen Anziehung und Abstoßung, Vorlieben und Abneigungen, Hass und Liebe. Genau in der Mitte steht jeweils das ICH. Das Ich, Kind und Projektion der Gegensatzpaare, bildet sich ein, wenn es sich schön in der Mitte hält bei aufsteigendem Hass und ganz darin aufgeht beim Empfinden von Liebe, es sei GUT.

Gott wie eine Kuh ansehen © Kô-Sen/Trinosophie-BlogSüßes Kälbchen. Warum finden wir es süß? Weil der Anblick schöne Empfindungen auslöst. (*)

Liebe wird dadurch zum Zahlungsmittel. Ganz schlimm wird es, wenn jemand dazu noch GOTT ins Spiel bringt. Das sagt zumindest Meister Eckehart. Weiterlesen

Religionen: Wege zur Erlösung oder Wandeln auf eingefahrenen Gleisen

Atheisten machen mobil. Anzeigenflächen auf Bussen werben für ein Leben ohne religiöse Gängelung. Die öffentliche Polemik richtet sich selbstbewusst gegen jede Form von religiös motivierter Unterdrückung des freien Willens des Menschen – allerdings indem sie das PRINZIP RELIGION generell in Frage stellt.

Graffiti gegen Religion © Kô-Sen/Trinosophie-BlogGraffiti an der Fassade eines katholischen Gemeindehauses.
Bild: Kô-Sen

Überall auf der Welt gerieren sich vor allem die Vertreter derjenigen Religionen, die einem anthropomorphen Gott huldigen, machtbesessen, intolerant und aggressiv missionarisch. Das Versprechen von Erlösung vermag immer weniger zu überzeugen. Übrig bleiben eingefahrene Gleise leerer Rituale – im harmlosen Fall. Im Worst Case mutieren Religionen zu etwas Bedrohlichem. Weiterlesen

Der Wert der Astrologie für Individuum und Gesellschaft

Zwar würzen seriöse Medien ihr Angebot gern mit Astrologie als unterhaltsame Boulevard-Zugabe. Als ernsthafter Aspekt der Welt der Erscheinungen wird sie dagegen nicht verstanden. Das gilt dann eher nicht mehr als seriös.

xl_radix2009Das Horoskop Deutschlands für 2009 bezogen auf die Hauptstadt Berlin. Grafik: Ko-Sen

Ein fataler Irrtum, wie der nachfolgende Artikel von Raymond A. Merriman zeigt, den wir in einem ausführlichen Auszug wiedergeben1. (Redaktion) Weiterlesen

  1. Mit freundlicher Genehmigung der Zeitschrift ASTROLOGIE HEUTE, in deren Ausgabe Dezember 2008 / Januar 2009 der Beitrag veröffentlicht wurde.

Lebenszeit – Probezeit

In der GEHEIMLEHRE ist davon die Rede, dass sich das entwickelnde Ego auf seinem aufsteigenden Pfad durch alle subjektiven Erfahrungen hindurchbeißen muss, um schließlich von der großen Illusion separater Existenz frei zu werden.

Die Illusion des ich bin ichWas ist das wahre ICH? Bild: Ko-Sen

Konkret heißt das: Die subjektiven Erfahrungen auf den einzelnen Wahrnehmungsebenen sind solange zu durchlaufen, bis sich ihre Anziehungskraft erschöpft hat. Erst wenn dem Ego zum Beispiel Sinnengenuss, Besitzgier oder Machstreben nicht mehr „attraktiv“ erscheinen, lösen sich die Bindungen zu ihnen. Doch in einem Alltag, der die volle Kapazität der Sinne in Anspruch nimmt, in dem wir komplett von unseren persönlichen Vorstellungen absorbiert werden und uns tausend Nabelschnüre in lebendige Beziehung zu einer vermeintlich realen Welt bringen, scheint eine Überwindung der Bindungen schier unmöglich. Statt dessen hat es den Eindruck, immer neue Hindernisse und Bindungen würden sich dem Sucher unüberwindlich aufdrängen. Weiterlesen

Frust mit der Lust oder wie man Gift in Elixier umwandelt

Erreicht eine Zivilisation – wie zum Beispiel Ägypten, Griechenland oder Rom – durch eine fortgeschrittene Entwicklung des intellektuellen, mentalen und materiellen Wesens der Menschen ihren Gipfel, kommt es gleichzeitig zum Höhepunkt im Streben nach immer ausgefeilterer Bedürfnisbefriedigung.

Copyrights 2008 Ko-SenGebogenes Metallgestell an einer deutschen Straßenbahn-Haltestelle, damit wartende Fahrgäste, wenn sie schon stehen müssen, wenigstens sich bequem anlehnen können. Bild: Ko-Sen

Merkwürdig nur – steht der technologische und materielle Fortschritt in voller Blüte, beginnt alsbald die Blüte zu welken und stirbt aus. Ohne dass sie eine Art „spirituelle Frucht“ erzeugt und hinterlassen hätte. Weiterlesen

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