Bei einem seiner Besuche im Tibetischen Zentrum Hamburg warnte der Dalai Lama in den 1990er Jahren die deutschen Mönche und Nonnen, die kahl geschoren und schulterfrei im safranfarbenen Gewand seiner harrten, dass man sich nicht zu sehr auf die äußere Form des Buddhismus konzentrieren solle.
Im Westen ist der Buddhismus hipp wie ein Marken-Turnschuh geworden – zu Lasten seiner reformatorischen Kraft. Bild: Ko-Sen
Sinngemäß sagte er, dass es nicht so sehr auf Kutte oder Glatze ankommt, sondern auf die Geisteshaltung, die jemand hat. So könne auch das Scheren der Haare oder das Tragen einer traditionellen in Asien üblichen Kleidung nicht vor Anhaftung, Egoismus und anderen schlechten Eigenschaften schützen. Im Gegenteil. Daraus könnten neue Anhaftungen entstehen.

Höllenansicht von Coppo di Marcovaldo, 1225/30. (Foto: Public Domain)
Bluthundes des Karmas – nicht einlassen, wenn es nicht sein muss.
Lamas at the Rumtek monastery in Sikkim. Bild: Creative Commons/Amar, May 2005
William Q. Judge
Esoterik pur: Detail mit Py-
Auch Tiere sind beseelte Wesen, dennoch ist fanatischer Vegetarismus eine Form von Anhaftung. Bild: Ko-Sen
Anna B. Kingsford (1846 – 1888)