Seit H. P. Blavatskys Zeiten, der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, versuchen bis heute viele Menschen, das Phänomen der theosophischen Mahatmas und Meister zu verstehen. IHR Wesen und Wirken zu ergründen erfordert indes mehr als sentimentale Unterwürfigkeit, erhabene Gefühle oder philosophisches Denken. Wer sind die theosophischen Mahatmas?
Schlagwort: Religion
Terrorismus – Autoimmunerkrankung der westlichen Zivilisation
Karma-Betrachtungen zum Terroranschlag von Mumbai. Das Nachfolgende ist kein weiterer Augenzeugenbericht vom Terror-Irrsinn aus Mumbai. Es ist ein Zitat aus MÄRCHENLAND GONDWANA von Maria Szepes, Anfang der 1990er Jahre veröffentlicht.
Leben mit religiöser Intoleranz
Sie stehen neuerdings in der Fußgängerzone. Über einen Campingtisch ist ein schwarzes Tuch gespannt, das vorn herunter hängt. Dort steht die Losung: A… ist der einzige verehrungswürdige Gott. M… ist der rechtmäßige Gesandte Gottes. Die jungen Männer dahinter sind südländischer Herkunft (*). Vermutlich sind sie Deutsche mit „Migrationshintergrund“.
Das Himmelreich Gottes ist NUR INNEN zu finden, nicht in Steinbauten, heißt es in den Weisheitslehren. Bild: Ko-Sen
Die Parole ist eine Aufforderung zu religiöser Intoleranz. Doch es stört niemanden. Die Leute bummeln achtlos vorbei. Die Jungen hinter dem Tisch bleiben unter sich. Die propagierte Intoleranz wird toleriert. Eine eher beiläufige Szene. Und doch symptomatisch für einen religiösen Dogmatismus, der vor gut 1.000 Jahren mit christlichen Kreuzfahrern seinen Anfang nahm – und nun auf die westliche Zivilisation zurückfällt.
Papst lässt Hüllen fallen
Schöne rote Schuhe. Foto: privat
NEIN, NEIN – BITTE NICHT MISSVERSTEHEN! Gemeint ist der Ersatz des bisherigen Pallium durch ein schickes Neues. Das Neue ist zugleich etwas ganz Altes, auf eine Kleiderordnung aus dem neunten Jahrhundert Zurückgehendes. Back to the roots, sozusagen. Daher gab es im April oben drauf als neue Kopf- bedeckung eine weiße Oster-Mozzetta. Die Headline könnte also auch lauten: Des Papstes neue Kleider.
Rette sich wer kann – vor der Vielheit
Schulkinder können sich kaum noch auf EINE Sache konzentrieren. Kaum beginnen sie etwas, sind sie schon beim Nächsten. Die Sinne werden von früh bis spät mit einem Ozean an Eindrücken geflutet. Ständig flackern irgendwo bewegte Bilder. Das Mind hat keine Zeit und Gelegenheit, sich auf ETWAS auszurichten. Und verliert damit die „angeborene“ Fähigkeit zur EINSPITZIGKEIT.
Wer zur Sonne will, muss den Strahlen folgen – zurück in Richtung ihres Ursprungs. Bild: Ko-sen
Wie Websites Cookies in einem PC-Browser platzieren, um schneller angezeigt zu werden, setzen die Heerscharen äußerer Eindrücke kleine Angelhaken in unser Mind fest, um anschließend fordernd daran zu ziehen. Die fordernde Vielheit zerreißt somit förmlich das menschliche Denkvermögen. Das menschliche Ego wähnt sich wichtig und cool, wenn es sich mit Tastaturen und Bildschirmen umgibt. Doch in Wirklichkeit sägt es am Ast auf dem es sitzt. Die Verbindung zu seinem spirituellen Wurzeln, dem immateriellen „Baum des Lebens,“ droht abzubrechen. Da hilft nur Eines: rette sich wer kann.
Katharer: arte zeigt Dokumentarfilm von 2001
Über 100 Jahre dauerte es, bis es der Inquisition gelang, die Katharer als europäische religiöse Bewegung zu zerschlagen. Weder der einzige auf europäischem Boden geführte, gegen die Katharer gerichtete, Kreuzzug von 1209; noch das vierte Laterankonzil, 1215, das die Katharer verdammte; noch die im Auftrag der Inquisition ab 1233 einsetzende Vernichtung der Bewegung durch die Dominikaner, vermochte die im heutigen Südfrankreich verbreitete Form christlicher Mystik auf die Schnelle auszulöschen.
In der heutigen Provinz Languedoc, die 1279 an Frankreich fiel, spielte sich das Drama der Katharer ab. Foto: © arte
Der skrupellosen Verfolgung durch die mit den weltlichen Machthabern in Paris verbandelten katholischen Kirche konnten die jede Form von Gewalt ablehnenden Katharer am Ende jedoch nicht widerstehen. Der Leidensweg der Katharer sowie ihre philosophischen und religiösen Thesen wurden 2001 in einem französischen Dokumentarfilm von Michel Roquebert, Anne Brenon und Chema Sarmiento anschaulich gewürdigt. Er wurde Mitte Mai auf arte gesendet.
Nikolaus von Kues im TV: Es ist etwas Großes, sich fest zu gründen in der Verbindung der Gegensätze
Was wie ein Zen-Kōan klingt, ist eine Maxime des Philosophen, Kirchenpolitikers und Theologen Nikolaus von Kues (1401 – 1464). Das ZDF hat dem Kardinal Cusanus, so dessen Kirchenname, eine Dokumentation gewidmet, die von Martina Schönfeld und Klaus Medrow stilsicher in Töne und Bilder umgesetzt wurde.
Wohin ich auch gehe, DEINE Augen sind stets über mir. Grafik: ZDF.de-ZDFdokukanal
Cusanus zählt zu den wenigen Kirchenmännern der Geschichte, die Religion vor allem als Ideal betrachteten und es als solches umzusetzen suchten. Konkret bedeutete das eine keusche Lebensführung, strikte Einhaltung der Gebote, häufiges Fasten und ein Streben nach Erkenntnis. Doch im späten Mittelalter war die Kirche längst zu einem machtpolitischen Apparat geworden – IN und VON der Welt. Idealisten wie Cusanus wurden verspottet, angefeindet oder gar verfolgt.
Buddhismus ohne Denken – Windelweiche Religion und flacher Wellness-Kult
Bei einem seiner Besuche im Tibetischen Zentrum Hamburg warnte der Dalai Lama in den 1990er Jahren die deutschen Mönche und Nonnen, die kahl geschoren und schulterfrei im safranfarbenen Gewand seiner harrten, dass man sich nicht zu sehr auf die äußere Form des Buddhismus konzentrieren solle.
Im Westen ist der Buddhismus hipp wie ein Marken-Turnschuh geworden – zu Lasten seiner reformatorischen Kraft. Bild: Ko-Sen
Sinngemäß sagte er, dass es nicht so sehr auf Kutte oder Glatze ankommt, sondern auf die Geisteshaltung, die jemand hat. So könne auch das Scheren der Haare oder das Tragen einer traditionellen in Asien üblichen Kleidung nicht vor Anhaftung, Egoismus und anderen schlechten Eigenschaften schützen. Im Gegenteil. Daraus könnten neue Anhaftungen entstehen.
